Windows Server-Wechsel – Schritt für Schritt

am 18. September 2019
Während der End-of-Support von Windows Server 2008 unmittelbar bevor steht, fragen sich viele CIOs, wie es dann weitergeht. Denn der Wechsel auf ein aktuelles Windows Server-System ist keine reine Software-Frage. Im Vorfeld gibt es eine ganze Reihe kritischer Faktoren zu beachten.

Gleich drei wichtige Windows-Produkte erreichen Anfang nächsten Jahres das Ende ihrer Unterstützung durch den Hersteller: Windows 7, Windows Server 2008 und sein Nachfolger, der Windows Server 2008 R2. Ab dem 14. Januar 2020 wird Microsoft dann auch keine Sicherheits-Updates für Windows 7 und seine Server-Varianten mehr ausliefern. Für viele CIOs bedeutet dies, so schnell wie möglich auf ein aktuelles Windows-Betriebssystem zu wechseln.

Die Software-Migration lässt sich dabei verhältnismäßig schnell durchführen. Etwas aufwändiger ist die Planung. Die IT-Verantwortlichen oder Partner, die die Migration durchführen, müssen sich die Infrastruktur, die das Unternehmen betreibt, genau ansehen: Welche Anwendungen setzt die Firma ein, welche und wie viele Server werden verwendet, wo werden welche Daten gespeichert und so weiter. Neben einer Bestandsaufnahme muss auch geklärt werden, welche Ziele das Unternehmen verfolgt und wohin die Reise gehen soll. Hier eine Auswahl von Fragen, die bei der zielorientierten Planung einer Windows Server-Umstellung eine Rolle spielen können.

  • Möchte das Unternehmen Anwendung ausschließlich auf physischen Servern betreiben? Oder soll eine virtualisierte Umgebung bereitgestellt werden, so dass weniger physische Server benötigt werden?

  • Will das Unternehmen eine hybride Umgebung aufbauen und vielleicht auch Cloud-Anwendungen nutzen, wie zum Beispiel Microsoft Azure? Möchte es nur noch bestimmte Teile in der eigenen Firma ausführen?

  • Sollen die Mitarbeiter ausschließlich innerhalb ihres Büros vollen Server-Zugriff haben oder sollen die Mitarbeiter auch von außerhalb, also zum Beispiel im Home-Office, arbeiten können?

  • Gebe ich meinen Mitarbeitern in Zukunft mobile Geräte an die Hand, damit sie auch in Meeting-Räumen und von unterwegs entsprechend arbeiten können?

Die einzelnen Punkte haben weitreichende Konsequenzen. Eine mobile Ausrichtung erfordert beispielsweise eine ganz andere Netzwerk-Infrastruktur. Notwendig ist ein performanter mobiler Internet-Zugang. Neben der Geschäftsleitung spielt die Personalabteilung eine Rolle und die ganze Unternehmenskultur. Was für eine Kultur herrscht in der Firma? Ist es eine Kultur des Vertrauens, die entsprechend mobile Arbeitsumfelder überhaupt zulässt?

Sind die Ziele und Rahmenbedingungen geklärt sollten sich die Verantwortlichen einen Plan machen, wie sie die Migration Schritt für Schritt durchführen. Die wenigsten Unternehmen werden während einer Migration bestehende Server abschalten können. Es muss also gewährleistet sein, dass die Mitarbeiter im Migrationsprozess weiterhin arbeiten können. Dies lässt sich nur gewährleisten, wenn die Umstellung Schritt für Schritt erfolgt – was nicht ganz einfach ist.

Der Migrationsaufwand ist nicht zu unterschätzen. Die gesamte Planung kann Wochen bis hin zu Monaten dauern und bei sehr komplexen Umgebungen auch durchaus Quartale. Das werden die wenigsten Unternehmen im Eigenbetrieb stemmen können. Zum einen steht selten das notwendige Know-how zur Verfügung, zum anderen sind qualifizierte IT-Mitarbeiter oft im operativen Betrieb gebunden. Sowohl bei Hybrid-IT-Szenarien als auch bei puren Migrationsaufgaben können hier Fujitsu-Experten unterstützen.