Storage immer up-to-date

am 29. April 2019
Um auf der Höhe der Zeit zu bleiben erneuern die PwC IT Services Europe GmbH alle fünf Jahre ihre Storage-Umgebung. Friedrich Esser, IT-Leiter Data Center Infrastructure bei PwC, erläutert auf den Fujitsu Storage Days, wie das Unternehmen durch die Kooperation mit Fujitsu Verfügbarkeit und Performance der Systeme sicherstellt.

Mit diesen Herausforderungen sieht sich auch die PwC IT Services Europe GmbH - der IT-Dienstleister für PricewaterhouseCoopers GmbH WPG (PwC) - konfrontiert. Welche Strategien zur Entwicklung der Infrastruktur das Unternehmen vor diesem Hintergrund entwickelt hat, erläutert Friedrich Esser, Leiter Data Center Infrastructure bei PwC IT Services Europe GmbH, auf den Fujitsu Storage Days. "Wir erneuern alle 5 Jahre unsere IT-Umgebung und tauschen alle SAN-Ports und die kompletten Storage-Systeme aus", erläutert Esser vor interessiertem Publikum. "Das haben wir jetzt bereits zum dritten Mal mit Fujitsu umgesetzt - dem Generalunternehmen für unsere Backup, SAN und Storage-Umgebungen."

Die PwC IT Services Europe GmbH ist eine 100%-ige Tochter von PwC, eine der vier großen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften Deutschlands. Mit 380 Mitarbeitern an 13 Standorten in Deutschland definiert das Unternehmen das technologiegetriebene Ökosystem für PwC, unterstützt die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle und stellt hochqualitative IT-Services und einen effizienten Betrieb bereit.

Die IT-Anforderungen dafür sind hoch. "Die Software-Eigenentwicklungen für das Prüfungsgeschäft erfordern eine leistungsfähige Hardware", erklärt Friedrich Esser. "Wir haben unter anderem sehr viele MS SQL Datenbanken und eine große SAP-Umgebung mit zwei HANA-Fujitsu-Maschinen im Einsatz."

Die IT-Systeme werden in Frankfurt in zwei gespiegelten Rechenzentren mit über 1.900 virtuellen und physischen Servern betrieben. Die Data Center sind etwa 23 km Leistungslänge voneinander entfernt und mit Dark Fibre verbunden. In jedem Rechenzentrum stehen zwei Fujitsu Eternus DX 8900-Storage Systeme - jeweils Tier 1 und Tier 3.

PwC IT Services Europe GmbH betreibt ein logisches Data Center, das auf zwei physikalischen Rechenzentren basiert.
PwC IT Services Europe GmbH betreibt ein logisches Data Center, das auf zwei physikalischen Rechenzentren basiert.
Foto: PwC IT Services Europe GmbH

Storage rundum erneuert

Schon vor vielen Jahren hat die IT-Leitung eine Entscheidung über die Laufzeit der Systeme gefällt. "Die Tape Libraries verwenden wir je nach Technologie etwa 7 bis 10 Jahre", sagt Esser. "Die Laufzeit von Storage-Systemen haben wir kürzer, auf 5 Jahre, definiert. In diesem Zeitraum kann man die Performance, die die aktuellen Applikationen benötigen, gut halten."

Ähnliches gilt für das auf einem optischen Netzwerk basierende Storage Area Network. Weil optische Netzwerke schon nach drei Jahren zu altern beginnen, häufen sich ab diesem Zeitpunkt die Probleme. Bis zu fünf Jahre ist ein optisches Netz laut IT-Leiter Esser noch brauchbar. Dann aber gebe es einen Break Even - danach würden viele Komponenten nicht mehr gut funktionieren. Deshalb erneuert die PwC IT-Services Europe GmbH auch das SAN alle 5 Jahre.

Die Brocade 8510-Geräte mit 4 beziehungsweise 8 Blades der alten SAN-Hardware wurden gegen aktuelle 32 Gbit/s Gen6-Brocade mit je 8 Blades getauscht. "Wir wollten im Zuge der Umstellung von 16 Gbit/s auf 32 Gbit/s Hardware migrieren", sagt Friedrich Esser. "Damit ist unser neues SAN-Backend etwa doppelt so schnell wie das alte."

Die alten Eternus DX 8700-Systeme der Storage-Hardware ersetzen nun aktuelle DX 8900. Tier 1 ist komplett gefüllt mit 252 x 7,6 TB SSDs. Jedes System hat pro Data Center eine netto nutzbare Kapazität von 1,25 Pebibyte (PiB). Daneben steht jeweils eine Tier 3 - das ist das gleiche System, nur mit 16 statt 24 Controllern und mit 1.168 x 2 ½ Zoll SAS 10k Platten mit 1,8 TB Kapazität. Insgesamt hat Tier 3 pro Data Center eine Kapazität von netto nutzbaren 1,5 PiB.

"Wir haben uns für 2 ½ Zoll SAS Platten entschieden - zum einen, weil wir Strom sparen wollen, zum anderen aber auch wegen der geringeren Fehleranfälligkeit", erklärt Esser. "Den 40 TB Extreme Cache der Tier 3 Systeme nutzen wir als reinen Read Cache - das macht die Maschinen extrem schnell." Im Vergleich zu den alten Systemen steigert der Einsatz der neuen Storage-Technologie die Performance bei Tier 1 um den Faktor 6 und bei Tier 3 sogar um den Faktor 12.

Performance und Verfügbarkeit garantiert

Im Backup-Bereich wurde die Eternus CS 4000 mit 300 TB Cache durch eine CS 8800 mit 500 TB Cache ausgetauscht. "Die CS 8800 ist mit neuerer Hardware ausgebaut, sie enthält mehr Server, es gibt mehr Ports Richtung Tape und mehr zu den Media-Servern. Die neue Server-Hardware macht die CS 8800 deutlich schneller als die alte."

Fujitsu übernimmt für PwC IT Services Europe GmbH nicht nur die Installation und Wartung der IT-Komponenten. Der IT-Dienstleister garantiert auch deren Performance und Verfügbarkeit. "Fujitsu liefert den Support für unsere Storage- und Backup-Systeme und das SAN", sagt Friedrich Esser. "Zusätzlich ist Fujitsu für die Verfügbarkeit und Performance verantwortlich. Für unsere Storage-Systeme haben wir eine Mindest-Performance definiert, die Fujitsu über die 5 Jahre währende Vertragslaufzeit einhalten muss. Das gilt auch für jede Erweiterung."

Für PwC IT Services Europe GmbH ist Fujitsu damit sowohl Hersteller als auch Systemhaus. "Weil sie Hersteller sind kennen sie sich mit ihrer eigenen Hardware perfekt aus. Und weil sie Systemhaus sind können sie auch Fremd-Hardware durchchecken und optimieren. Diese Mischung aus Systemhaus und Hersteller ist für uns als Kunde eine sehr hilfreiche Konstellation."