Speicher-Architektur für hybride und Cloud-Umgebungen

am 26. Februar 2018
Mit der Digitalisierung nimmt die Menge der Daten rasant zu. Im Gleichklang damit entstehen neue Storage-Konzepte und Technologien. Denn die spezifische Form und Beschaffenheit der Daten, die Unternehmen verarbeiten müssen, sind höchst unterschiedlich und stellen jeweils andere Anforderungen an die Speichersysteme.

Neue Technologien wie Cloud-Storage, hyperkonvergente Systeme, Software-definierte Storage-Ressourcen, Flash-Speicher und Object Storage eröffnen den IT-Architekten neue Möglichkeiten, ihre Storage-Infrastrukturen zu planen. Das ist dringend erforderlich, denn klassische Storage-Architekturen werden den Anforderungen in hybriden IT-Landschaften, die überall im Zuge der Digitalisierung entstehen, nicht mehr gerecht.

Es braucht neue Storage-Konzepte, die vor allem eine Balance finden müssen zwischen Geschwindigkeit, Kapazität, Skalierbarkeit und Speicherkosten. Dabei reicht die Palette von ultraschnellen Flash-Speichern über hybride Systeme und Object Storage bis hin zu modernen Bandsystemen für die Archivierung von Massendaten. "In den letzten Jahren sind viele neue Speicher-Architekturen auf den Markt gekommen, so dass die Auswahl heute viel größer ist als jemals zuvor", sagt Frank Reichart, Senior Director Product Marketing Storage bei Fujitsu.

Storage-Gegenstück zu In-Memory

Eine der neuen Speicher-Architekturen, die in hybriden- und Cloud-Umgebungen immer wichtiger wird, ist das "Object Storing". Hierbei handelt es sich um Storage-Systeme, die auf das Speichern und Archivieren großer unstrukturierter Datenmengen ausgelegt sind. Sie markieren damit gleichsam das Gegenstück zur In-Memory-Verarbeitung etwa in Big-Data- und Business-Analytics-Szenarien, wo es um eine extrem schnelle Verarbeitung geht.

Object-Storage-Systeme bieten eine Reihe handfester Vorteile: Auf der eine Seite können sie wie klassische Speichersysteme für die Archivierung und das Back-up großer Datenmengen eingesetzt werden, gehen aber noch weit darüber hinaus: Sie basieren auf http und dem S3-Protokoll, sind über ein Web-Interface nutzbar und vollkommen Betriebssystem- und Client-unabhängig, kommen ohne File-Locking-Mechanismen aus und sind für alle Dateitypen verwendbar.

"Durch die elementare Struktur und die einfachen Zugriffsmechanismen sind Object-Storage-Systeme gleichsam universell einsetzbar und extrem skalierbar", erklärt Walter Graf, Distinguished Engineer bei Fujitsu. "In hybriden und Cloud-Umgebungen werden sie immer mehr zum Mittel der Wahl für die Speicherung großer, heterogener und unstrukturierter Datenmengen, die nicht in Echtzeit verarbeitet werden müssen."