IT-Modernisierung zum Wohl des Patienten

am 27. Mai 2019
Die Tauernkliniken haben den digitalen Wandel genutzt, um ihre IT im Sinne einer optimalen Patientenversorgung umzubauen. Mit Hilfe von Fujitsu-Lösungen konnte die Klinik-IT in kurzer Zeit virtualisierte Server und Hochverfügbarkeitssysteme einführen und damit den Grundstein für die kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer Services in Medizin und Verwaltung legen.

Was tun, wenn die IT-Systeme zur Versorgung von Klinikpatienten nicht mehr ganz dem aktuellen Stand entsprechen? Man kann die IT-Infrastruktur sukzessive erneuern und umbauen, oder man macht einen Radikalschnitt und ersetzt alle Altsysteme durch moderne Lösungen. Das Tauernklinikum inmitten der Ferienregion Nationalpark Hohen Tauern hat sich für den zweiten Ansatz entschieden. Mit 360 Betten sichern die Tauernkliniken in Zell am See und Mittersill die medizinische Versorgung der Bevölkerung und des Tourismus in der Region im Süden Salzburgs.

Um die Versorgung der Patienten zu gewährleisten und Medizin auf höchstem Niveau anzubieten, werden an die Klinik-IT hohe Anforderungen gestellt - IT-Infrastruktur und -Services müssen für die einzelnen Standorte bereitgestellt. und im klinischen Umfeld der Betrieb rund um die Uhr gewährleistet werden. Die ständige Verfügbarkeit der medizinischen Applikationen ist dabei Pflicht, um eine Versorgung der Patienten rund um die Uhr sicherzustellen

Außerdem hat die IT den Auftrag, Services für die Verwaltung und für die medizinische Versorgung ständig weiterzuentwickeln. Weil die bestehende Klinik-IT diese Anforderungen nicht mehr in ausreichendem Maß erfüllen konnte, sollte die Infrastruktur rundum erneuert werden.

Hochverfügbarkeit im Fokus

Hochverfügbarkeit und Datensicherheit standen im Zentrum der Umstrukturierungsmaßnahmen, sie sollten unter allen Umständen gewährleistet sein. Für den Desaster-Fall war deshalb geplant, ein zentrales, immer verfügbares Speichersystem über zwei Rechenzentren mit automatischem Failover zu installieren. Falls der Worst Case eines Ausfalls eintritt, sollten alle wichtigen Ressourcen in einem Rechenraum wieder in Betrieb genommen werden können. Außerdem war für die Standorte Zell am See und Mittersill eine zentrale Backup-Lösung vorgesehen.

Für die Umsetzung der geplanten Erneuerungen entschied sich das Tauernklinikum für Fujitsu-Lösungen, deren Gesamtkonzept sowie das Preis-Leistungsverhältnis die Geschäftsführung und die IT-Verantwortlichen überzeugten. Positiv stimmte die Klinik-IT die leistungsfähigen Server, Storage- und Backup-Systeme und der zuverlässige Service, der nicht von Drittanbietern, sondern von Fujitsu selbst erbracht wird. Auch die schnelle Reaktion auf geänderte Anforderungen, die umgehend umgesetzt werden konnten, zahlten sich am Ende aus.

Ausfallsichere Server

Die Server-Grundausstattung des Tauernklinikums besteht nun aus neun PRIMERGY RX2540 Rackservern, die die Virtualisierungsplattform bilden. In die PRIMERGY RX Server sind etwa 20 Jahre an Fujitsu Entwicklungs- und Produktions-Know-how eingeflossen, was in extrem niedrigen, unter dem Marktdurchschnitt liegenden Ausfallraten, einem durchgängigen Betrieb und hoher Hardware-Verfügbarkeit resultiert.

Ein weiterer PRIMERGY RX2540 Server wird als Management Server im dritten Rechnerraum in Zell am See betrieben. Dort wird vSphere 6.x als Virtualisierungsplattform inklusive VMware High Availability eingesetzt. Automatisches Call Home benachrichtigt das Support-Team bei Problemen direkt - etwa bei ausgefallenen SPUs/S-Blades oder Platten, Host-Failovers oder nicht erwarteten Systemstatusänderungen.

Erneuert wurde auch der zentrale Storage. Hier hat sich die IT des Tauernklinikums für ETERNUS-Storage Systeme entschieden. Dafür waren mehrere Gründe entscheidend. So bieten ETERNUS DX S4 Systeme eine überragende Performance und gelten laut dem SPC1 Benchmark in der Response-Time als schnellstes Midrange-System. Weitere Gründe waren das einheitliche Familienkonzept, die Nutzung neuester Technologie wie SAS 3.0 12 Gbit und der "Business Centric Storage" Ansatz. Business Centric Storage umfasst Management-Software, Hardware-Appliances sowie Services und hilft dabei, Daten professionell und rechtssicher zu verarbeiten, zu verwalten und zu archivieren.

Storage mit Failover

Das alte Speichersystem wurde gegen zwei ETERNUS DX200 S4 Storage-Systeme ausgetauscht. Die skalierbare Speicherlösung ist zugeschnitten auf die Konsolidierung von Daten zur Server-Virtualisierung sowie E-Mails, Datenbanken, Unternehmensanwendungen und auf zentralisierte File Services.

Im Bedarfsfall sorgt die automatisch angestoßene ETERNUS Storage Cluster-Funktionalität für ein transparentes Failover. Dies gewährleistet den unterbrechungsfreien Betrieb der physikalischen oder virtualisierten Server sowie die dauerhafte Verfügbarkeit der Applikationen. ETERNUS DX Systeme unterstützen zudem ein manuelles Failover-Verfahren, das bei geplanten Stromabschaltungen, DR-Tests und Upgrades ohne Störung des laufenden Betriebs erforderlich ist. Für die effiziente Nutzung des Speichers sorgt automatisches Storage Tierung. Es entscheidet ohne menschlichen Eingriff, welche Daten auf den hochpreisigen, schnellen und welche auf den preiswerteren, langsamen Drives lagern. So kann das Klinikum seinen Speicherbedarf sehr klein halten.

Schließlich musste auch die Backup-Infrastruktur neu angelegt werden. Beim Backup-Server entschieden sich die IT-Verantwortlichen für einen Fujitsu Primergy RX2540 Server mit lokalem Diskspace als Dedupspeicher. Für die Sicherung der virtuellen und physischen Server setzt das Tauernklinikum Veritas Netback ein, eine Software, die speziell für Backups sehr umfangreicher und anspruchsvoller Rechenzentrumsumgebungen entwickelt wurde. Alle Backups werden primär auf Disk gespeichert und nur zur Langzeitarchivierung auf Tape ausgelagert. Die Daten werden außerdem lokal repliziert und von Mittersill nach Zell am See ausgelagert.