Geringere Komplexität – erhöhte Flexibilität

am 23. Oktober 2017
IT-Experten und Analysten loben unisono die Vorteile hyperkonvergenter Infrastrukturen Dennoch: Auf absehbare Zeit werden hyperkonvergente, software-definierte Infrastrukturen (SDI) die gewachsenen IT-Landschaften nicht verdrängen, aber ihnen zu mehr Flexibilität verhelfen.

Marktforscher sind sich weitgehend einig, dass der Anteil hyperkonvergenter Infrastrukturen erheblich zulegen wird. "Hyperkonvergente Infrastrukturen werden mehr und mehr zum Mainstream, sowohl was die Wahrnehmung betrifft, als auch, wenn es um den tatsächlichen Einsatz in den Unternehmen geht", schreiben etwa die Analysten des amerikanischen Marktforschers ActualTech Media in ihrer Studie "2016 State of Hyperconverged Infrastructure".

Das zeige sich nicht nur in der größeren Anzahl von bereits implementierten Systemen: Laut ActualTech Media verfügen 37 Prozent der Befragten über hyperkonvergente Infrastrukturen, das entspricht einem Anstieg von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Tatsache, dass Unternehmen, die hyperkonvergente Infrastrukturen einsetzen wollen, mit einem kürzeren Zeithorizont planen, weist auf eine verstärkte Nutzung diese Systeme hin: Rund ein Drittel will die Projekte innerhalb der nächsten drei bis zwölf Monate angehen, weitere 56 Prozent in den nächsten 24 Monaten. Zudem beobachten die Analysten, dass immer mehr Anwender diese Systeme nicht mehr nur für Nischenanwendungen, sondern auch für unternehmenskritische Applikationen einsetzen: "Das zeigt, dass das Vertrauen in hyperkonvergente Infrastrukturen deutlich zugenommen hat", resümieren die Studienautoren.

Wachstum zwischen 40 und 65 Prozent

Das drückt sich auch in den Verkaufszahlen, vor allem aber in den Prognosen der Marktforscher aus: Die Analysten des amerikanischen Marktforschungsinstituts Marketsandmarkets gehen davon aus, dass der weltweite Umsatz mit hyperkonvergenten Systemen von 796 Millionen US-Dollar im Jahr 2015 mit eine jährlichen Steigerungsrate von rund 44 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar im Jahr 2022 ansteigen wird. Die Prognosen anderer Marktforscher kommen zu leicht abweichenden Ergebnissen. Aber alle sagen ein erhebliches Wachstum in der Größenordnung zwischen 40 und 65 Prozent für die nächsten Jahre voraus.

Was also macht hyperkonvergente Systeme so attraktiv? - Dieser Frage gehen die Experten von Fujitsu in ihrem Whitepaper "Hyper! Hyper? Worthwhile or Nonsense?" nach und erklären ausführlich, wie sich hyperkonvergente Infrastrukturen von klassischen IT-Architekturen unterscheiden und welche Auswirkungen sie auf Betrieb, Administration, Energieverbrauch, Auslastung, Verfügbarkeit, Kosten und Flexibilität der IT-Landschaften haben.

Und sie kommen zu denselben Ergebnissen, wie die Mehrzahl der Analysten und IT-Experten: Die steigende Nachfrage nach hyperkonvergente Infrastrukturen ist kein Hype, sondern basiert auf einer Vielzahl handfester Vorteile. Das beginnt beim schnelleren Deployment, weil in vorkonfigurierten Appliances Hard- und Software aus einer Hand kommen, optimal aufeinander abgestimmt und sofort einsatzbereit sind. Dass sie auch weniger Platz im Rechenzentrum beanspruchen und weniger Energie für Betrieb- und Klimatisierung benötigen, seien zwar messbare Vorteile, wenngleich "kaum der bestimmende Grund, sich für solche Systeme zu entscheiden", merken die Autoren des Whitepaper an.

Geringere Betriebs- und Wartungskosten

Schon stärker fiele für viele Unternehmen ins Gewicht, dass Hyperkonvergenz mit der Reduzierung der Komplexität im Rechenzentrum einhergehe, die Auslastung verbessere und die Administration vereinfache, ein Vorteil, der sich in deutlich geringeren Betriebs- und Wartungskosten bemerkbar mache. Ebenso schätzten die Anwender die gleichsam inhärente Ausfallsicherheit, die Business-Continuity und Desaster-Recovery-Lösungen vereinfache. "Natürlich sind solche Business-Continuity-Lösungen auch mit dem klassischen Ansatz realisierbar, aber Kosten und Aufwand dafür sind erheblich höher."

Ihren größten Vorteil spielten hyperkonvergente Systeme aber aus, wenn es um die Verbesserung der Flexibilität und Agilität der IT-Infrastrukturen geht. Bei der schnelleren Reaktion auf veränderte Marktbedingungen, dem Aufsetzen neuer digitaler Geschäftsmodelle und Applikationen und der Bereitstellung dynamischer Rechen- und Speicherressourcen, seien hyperkonvergente Systeme den historisch gewachsenen IT-Infrastrukturen weit überlegen.

Gerade im Hinblick auf die digitale Transformation spielt die Dynamisierung der IT-Infrastrukturen eine entscheidende Rolle: "Die traditionellen IT-Landschaften der Unternehmen werden beim Betrieb neuer dynamischer Workloads schnell in die Knie gezwungen", schreiben die Analysten von Crisp-Research in ihrer Studie "Hyperkonvergente Systeme - Flexibler Standard in den Rechenzentren von morgen". Ein weiterer Ausbau der IT-Architekturen um neue "alte" Komponenten berge die Gefahr, dass weitere Insellösungen und Silos geschaffen würden. Vor diesem Hintergrund könnten hyperkonvergente Systeme zu einem Schlüssel für die Dynamisierung der IT-Landschaften werden.

Hyperkonvergente Lösung häufig die beste Lösung

Auch die Fujitsu-Experten sind sich sicher, dass es sich bei hyperkonvergenten Infrastrukturen nicht um einen Hype, sondern um einen nachhaltigen Trend handelt. Aber trotz aller offensichtlichen Vorteile werden hyperkonvergente Systeme auf absehbare Zeit nicht zum Ende der klassischen IT führen: "Nach unserer Einschätzung ist es auf jeden Fall sinnvoll, bei geplanten Infrastruktur-Investitionen hyperkonvergente Infrastrukturen ins Auge zu fassen", schreiben die Experten von Fujitsu. In vielen Fällen erwiesen sich solche Systeme tatsächlich als die beste Lösung: "Allerdings man muss immer die spezifischen Anforderungen betrachten; Ziel unserer Beratung ist es, die jeweils beste Lösung für den Anwender zu finden - und mit den integrierten Systemen unserer Primeflex-Linie bieten wir Infrastrukturlösungen für alle Anwendungs- und RZ-Umgebungen".

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Hyper-konvergente Infrastrukturen sind die aufsteigenden Stars in den Rechenzentren. Doch für den Laien stellen sich eine ganze Reihe von Fragen. Was steckt hinter diesem Konzept, was sind seine Hauptvorteile und was bedeutet das in der Praxis? Sind hyper-konvergente IT-Strukturen immer besser als traditionelle IT-Architekturen? Wie wirken sich die Auswirkungen auf das Tagesgeschäft, die Erweiterbarkeit und den Lebenszyklus aus? Und für welche Anwendungsfälle ist Hyper-konvergenz unbedingt empfehlenswert - oder sogar ein Muss? Dieses Whitepaper liefert Ihnen die Antworten auf alle diese Fragen.